Verwaltungsgemeinschaft "Mittleres Nessetal"
Heimatverein der Gemeinde Friedrichswerth
 

Die Heimat ist Ihnen etwas, ,,werth“

Federn schließen, Wolle spinnen, Getreide dreschen und andere Tätigkeiten stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten des Heimatvereins. In den letzten 12 Jahren haben die Heimatfreunde des kleinen Dörfchens an der Nesse von sich reden gemacht.  

Bis 1685 hieß der Ort fast 800 Jahre lang Erffa. Diesen Namen hatte unser Dorf von der gleichnamigen Adelsfamilie, die im Dienst des deutschen Kaiserhauses den Zehnten für die Klöster eintrieb. Das lag vor allem am Herzog Friedrich, der 1677 einen Ausflug in unseren Ort machte. Er verliebte sich in unser Dörfchen, kaufte den Erffas ihre Wasserburg ab und setzte an die gleiche Stelle sein Schloss ,, Friedrichswerth“.  

Dem Heimatverein, der 1995 gegründet wurde und sein Domizil mit Heimatmuseum im Waisenhaus hat, ist sein Dorf viel ,,werth“.   In den vergangenen 12 Jahren haben wir viel erreicht. Ein Museum wurde eingerichtet und 1997 eine Trachtengruppe gegründet, welche die Friedrichswerther Festtagstracht um 1850 zeigt. Die Tracht wurde nach historischen Vorlagen genäht und erstmals zum Museumsfest der Öffentlichkeit vorgeführt. Die Trachtengruppe ist Mitglied im Thüringer Landestrachtenverband. 

Schon einige Jahre bauen wir die alte Pfarrscheune von 1740 aus, sie soll Unterstellmöglichkeit für alte Landtechnik sein. An der Scheune wird traditionell mit Lehm, Stroh und Holz gebaut. Geplant ist der Bau eines Backofens, welcher im Waisenhausgelände entstehen soll. 

Im Jahr des 135. Geburtstages unseres Ehrenbürgers Prof. Dr. Haack übernahmen wir das Nutzungsrecht für die kleine Haackstube. Wir wollen sie pflegen und unserer Nachwelt erhalten. Mögen alle Aktivitäten zur weiteren Bereicherung des Dorflebens in Friedrichswerth beitragen.

Hier noch einige aktuelle Informationen zum Verein.
In diesem Jahr ist die Dachsanierung des Haackhauses vorgesehen. Fördergelder des Kultusministeriums in Höhe von 6500,00 € stehen zur Verfügung. 1000,00 € gibz die Gemeinde und 500,00 € gibt der Heimatverein.
Des Weiteren ist die Neugestaltung des Meyerdenkmal, des Bismarcksteins und einiger Brunnen im Ort geplant.

Der Verein nimmt auch an zahlreichen Trachtenfesten in Thüringen und Schleswig-Holsteins teil.
 

Unser Heimatmuseum

Für Gäste unseres kleinen Heimatortes ist es sehr erstaunlich, über wie viele Sehenswürdigkeiten er verfügt. Es gibt ein barockes Schloss aus dem 17.Jh., ein staatliches Waisenhaus, die wunderschöne Gustav-Adolf-Kirche sowie eine Domäne mit Herrenhaus. All das sind Zeugnisse einer interessanten und langen Geschichte. Um diese zu bewahren, hat der Heimatverein Friedrichswerth e. V. bereits 1996 im ehemaligen Waisenhaus ein Heimatmuseum eingerichtet. Hier erhält man Einblick in die Entwicklung unsers Heimatortes und kann alte Landtechnik, Gebrauchsgegenstände aus Uromas Küche und Haushalt betrachten.  

Den Grundstock für die Sammlung legt unser ehemaliger Ortschronist Kurt Schmidt, der über Jahrzehnte Dokumente, Gegenstände und Materialen zusammentrug. Fast ständig sind wir damit beschäftigt, uns Heimatmuseum zu erweitern. Ständig suchen wir nach Möglichkeiten. Um die Geschichte unserer Vorfahren noch lebendiger zu gestalten. Neben Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten kann man eine vollständig eingerichtete Wohnung um 1900 anschauen. Auch alte Trachten unserer Region haben einen würdigen Platz. Nicht zuletzt wird der berühmte Prof. Hermann Haack, der in Friedrichswerth geboren wurde, gewürdigt. Aber andere Persönlichkeiten, wie die Herren von Erffa, Herzog Friedrich der 1., Otto Christoph Schulze, Fam. von Hagen und Eduard Meyer, welche sich Verdienste um unseren Heimatort erwarben, haben im Museum ihren Platz.  

Wir laden Sie herzlich ein in das Heimatmuseum Friedrichswerth in der Waisenhausstr. 113.   

Öffnungszeiten:    nach Voranmeldung unter der Rufnummer 036254/70028    


Jörg Möller 1. Vorsitzender des Heimatvereins

Friedrichswerther Festtagstracht

Die Mitglieder des Heimatvereins Friedrichswerth e.V. zeigen die Festtagstracht von Friedrichswerth, wie sie um 1850 getragen wurde.

Die Frauentracht
Über dem Ärmelmieder aus weißem Leinen tragen die Frauen ein schwarzes Samtmieder, welches mit farbiger Borte abgesetzt ist. Die Röcke bestehen aus schwarzem bzw. dunkelgrünem Wollstoff, welcher am Bund in dichte, fest eingepresste Fältchen gelegt ist. Die Röcke sind mit mehreren Samtstreifen (schwarz, violett, dunkelgrün) besetzt.

Über die Röcke werden eine "Krauselschürze" oder "glatte Schürze" getragen. Um die Taille wird der so genannte "Schürzenbusch" geschlungen. Die verschiedenfarbigen Schultertücher steckt man durch die oberen Riegel des Mieders bis in den Schürzenbusch. Überwiegend schwarze Jacken aus Tuch und Samt, welche reich mit Borten- und Rüschenbesatz versehen sind, bilden den Abschluss. Als Kopfbedeckung wird ein schwarzer Haftlappen oder die so genannte Weimarsche Mütze getragen. jede Frau trägt dazu einen Halsschmuck, den Malschatz.

Die Männertracht
Sie besteht aus schwarzer Kniehose und weißen Leinenhemd. Über dem Leinenhemd wird eine in sich gemusterte grüne Weste getragen. Als Zierde tragen die Männer ein rotes bzw. grünes Halstuch unter dem Hemdkragen. Der aus schwarzem Wollstoff bestehende wadenlange Rock wird zu Festlichkeiten getragen.

Als Kopfbedeckung tragen wir den Dreispitz oder die Samtkappe. Zur Darstellung der alltäglichen Arbeitstracht tragen die Männer einen Bauernkittel (wadenlang) und eine aus weißer Baumwolle gestrickte Zipfelmütze.

 

weiter Informationen zu Vereinen der Gemeinde Friedrichswerth HIER